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Wir machen Gründer groß

Nadine Müller

Bildung beginnt spielend

Jedes Jahr kommen 80.000 neue Artikel auf den Spielzeugmarkt. Da kann man schnell mal den Überblick verlieren. Zum Glück gibt es Nadine Müller. Die Bottroperin gründete 2005 die Premini Spielzeugberatung und wurde für ihr Geschäftskonzept bereits zwei Mal mit dem Unternehmerinnenbrief NRW ausgezeichnet.

Die Idee zur Selbstständigkeit kam Nadine Müller, als Töchterchen Pauline vor sieben Jahren auf die Welt kam: „Ich hatte große Probleme, vernünftiges Spielzeug in den Geschäften zu finden. Leider gibt es immer weniger alteingessene Spielwarenhändler, aus Leidenschaft, die noch Wert auf gute Beratung legen. Ich fühlte mich jedenfalls alleine gelassen.“ So kam die damalige Lehramtsstudentin für Sonderpädagogik auf die Idee, sich in dieser Branche selbstständig zu machen.

2005 gründete Müller ihre Firma. „Ich bin sehr optimistisch und idealistisch an die Sache herangegangen“, erinnert sie sich. „Aber ich war auch realistisch genug, um meine Fähigkeiten als Kauffrau zu beurteilen, denn da fehlte mir wichtiges Basiswissen. Also besuchte ich die STARTERCENTER NRW in Bottrop und Gelsenkirchen, griff auf die Hilfe von bestehenden Netzwerken zurück und besuchte Buchhaltungsseminare.“

Mit ihrer Geschäftsidee hat Nadine Müller eine große Marktlücke entdeckt. Die Expertin für gutes Spielzeug wird längst bundesweit weiterempfohlen. Zu ihrem Kundenkreis zählen Eltern, Unternehmen und öffentliche Institutionen wie Schulen und Kindergärten. Neben der Beratung testet die Bottroperin auch Spielzeug und Spiele. Schließlich hat sie als professionelle Spielzeugberaterin den Überblick und kann entscheiden, welches Spielzeug pädagogisch wertvoll oder minderwertig ist.

Längst ist aus der kleinen Firma eine erfolgreiche GmbH geworden. Mittlerweile beschäftigt sie zwei Teilzeitkräfte. „Derzeit bauen wir den Premini-Onlineshop auf. Damit können wir gutes Spielzeug auch über das Internet vertreiben. Denn oftmals finden meine Kunden das Spielzeug nicht, was ich ihnen empfehle.“ Nadine Müller hat sich ein weiteres ehrgeiziges Ziel gesetzt,. Sie möchte künftig ein eigenes Gütesiegel für empfehlenswertes Spielzeug auf den Markt bringen.

Nachgefragt bei Nadine Müller, Geschäftsführerin der Premini GmbH

Wie ist Ihre Gründung entstanden?

Alles begann wohl mit der Geburt meiner Tochter Pauline. Damals war ich auf der Suche nach wirklich gutem Spielzeug. Leider gab es nur noch sehr wenige Spielwarenfachgeschäfte, die wirklich Wert auf eine gute Beratung legten. Ich fühlte mich alleingelassen. Meine negative Erfahrung wollte ich schließlich anderen ersparen. Die Idee zur Selbstständigkeit war geboren.

Was waren die größten Hürden auf dem Weg in die Selbstständigkeit?

Es gab natürlich Schwierigkeiten und Widerstände. Einige wichtige Gesprächspartner hatten Probleme mit meiner Geschäftsidee, da sie sich nicht in die Lage von Betroffenen hineinversetzen konnten. Da ich mein Unternehmen ja neben dem Studium gegründet habe, hatte ich von unternehmerischem Denken und den entsprechenden Anforderungen keine Ahnung. Ich musste mir alles erarbeiten. Aber auch bei vielen Spielzeugherstellern rannte ich nicht gerade offene Türen ein. Viele meinten, da wolle sich nur eine unterbeschäftigte Hausfrau selbst verwirklichen. Doch unter dem Strich gab es keine ernsthaften Widerstände, die ich nicht hätte meistern können.

Wie schaffen Sie es, als alleinerziehende Mutter und Unternehmerin Kind und Beruf unter einen Hut zu bringen?

Mit jeder Menge Selbstdisziplin, Geduld und Humor! In erster Linie darf man sich selbst nicht zu ernst nehmen und muss auch mal lachen könne, wenn sich plötzlich die wohldurchdachte Wochenplanung durch die Windpocken in Luft aufzulösen droht. Dann heißt es. Gute Nerven und ein stabiles Netz aus Familie, Freunden und Babysittern zu haben. Zusätzlich zu den üblichen Arbeitszeiten im Büro und bei den Kunden arbeite ich konsequent auch am Abend und in den kinderfreien Stunden an den Wochenenden. Es ist sicher nicht immer einfach, aber Mutter und Vollzeitunternehmerin zu sein, ist kein Widerspruch. Dank meiner Flexibilität und Organisationsfähigkeit kann ich beim Sportfest dabei sein, wenn Pauline den Zieleinlauf macht, auch wenn wir dafür an andren Tagen erst nach der Schule noch einmal ins Büro müssen. Alles in allem profitiert meine Tochter sehr von dieser besonderen Situation.