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Katrin Wieschenkämper

Katrin Wieschenkämper

Mode ist mehr als nur Kleidung

Die Modestadt Düsseldorf ist ein gutes Pflaster für junge Designerinnen und Designer. Abseits der bekannten Fashion-Stores auf der Kö oder der Schadowstraße siedeln sich immer mehr junge aufstrebende Modemacher an – wie Katrin Wieschenkämper mit ihrem Label „Kaethe Maerz“. „Ethical fashion“ nennt die Gründerin den Stil, der auf ihren philosophischen und ganzheitlichen Hintergrund zurückgeht: Nachhaltigkeit und Wertigkeit sind zwei zentrale Themen bei Kaethe Maerz. „Aus ganzheitlichem Aspekt ist die Nachhaltigkeit und der bewusste Umgang mit der Umwelt die Voraussetzung dafür, ein gutes Produkt zu schaffen“, ist sich die Designerin sicher.

In ihrem frisch renovierten Showroom mit angrenzendem Atelier in der Friedrichstadt präsentiert die 29-Jährige die aktuelle Damenkollektion der Herbst-/Wintersaison 2012/2013. „En to Pan“ – alles ist eins – lautet das Motto, das sich in klassischen Marlene-Hosen, raffinierten Schultercapes und Abendroben widerspiegelt. „Kleidung ist mehr als nur eine kurzfristige Modeerscheinung“, erklärt die Gründerin, „sie soll die Trägerin im Alltag in ihrer Persönlichkeit unterstützen und stärken.“

Neben den Schnitten fallen insbesondere die Materialien auf. Lediglich naturbelassene und hautfreundliche Stoffe aus Deutschland oder der Schweiz, eingefärbt nach den persönlichen Vorstellungen der Designerin, kommen für die unverwechselbaren Kaethe Maerz-Stücke in Frage.

2009 hat sich die gebürtige Bottroperin ihren Traum vom eigenen Fashionlabel erfüllt. „Schon zu Beginn meines Modedesignstudiums stand für mich fest, dass ich mich selbstständig machen werde“, erklärt Katrin Wieschenkämper, „schließlich habe ich einen ganz eigenen Stil, der sich in einer Festanstellung nur schwer hätte umsetzen lassen.“ Nach dem Abschluss des Studiums und der Meisterschule begann sie ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Ihr Berater im STARTERCENTER NRW Düsseldorf bestärkte sie dabei, unterstützte die Aufstellung des Businessplanes und des Finanzierungskonzeptes. Der passende Name für ihr eigenes Label war nach einigen Überlegungen gefunden: Kaethe ist der Spitzname der Modedesignerin und Maerz ihr Geburtsmonat.

Aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland kommen ihre Kunden. „Viele kommen in meinen Laden und verlieben sich Hals über Kopf in ein Kleidungsstück“, schildert Wieschenkämper. Frauen und Männer jeder Altersstufe begeistern sich für die individuelle Mode und die Beratung, mit der die Designerin und Schneiderin ihnen zur Seite steht. Bei vielen Modeschauen wie der „Ethical Fashion Show“ in Berlin oder der „Copenhagen International Fashion Fair“ präsentieren professionelle Models die Kollektion. Liebevoll gestaltete Kataloge und Lookbooks und nicht zuletzt die Homepage mit Onlineshop wecken die Nachfrage nach den individuellen Stücken. Künftig soll die Kaethe-Maerz-Kollektion über ein breites Händlernetz in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkauft werden.

Nachgefragt bei Katrin Wieschenkämper

Wie und von wem sind Sie bei der Gründung unterstützt worden?

In erster Linie von meinen Eltern, die mich und meinen Wunsch nach Selbstständigkeit von Anfang an unterstützt haben. Außerdem hatte ich die Beratung durch das STARTERCENTER NRW bei der Handwerkskammer Düsseldorf. Insbesondere bei der Liquiditätsplanung des Finanzierungskonzeptes habe ich auf die Beratung des STARTERCENTER NRW zurückgegriffen.

Welche Tipps und Empfehlungen können Sie anderen Gründern geben?

Man sollte das Gründungskonzept ernst nehmen. Für viele ist es ein „Schubladen-Dokument“ zur Vorlage bei der Bank. Dabei ist das Konzept ja die Unternehmensphilosophie und -strategie. Ein klares Profil und klar definierte Ziele („Wo will ich hin?“) sind gerade für kleine Unternehmen entscheidend. Ich empfehle außerdem, auch im späteren Unternehmensverlauf regelmäßig ins Konzept zu schauen und zu überprüfen, ob man die Dinge so umsetzt, wie man es geplant hat. So kann man sich nicht verzetteln.

Was sollte ein Gründer Ihrer Meinung nach mitbringen, um erfolgreich zu sein?

Leidenschaft ist wichtig, denn aus dieser entsteht dann das notwendige Durchhaltevermögen. Ebenfalls wichtig ist Flexibilität, denn man muss mitunter schnell reagieren, umdenken oder umstrukturieren. Außerdem darf man natürlich keine Scheu haben zu kommunizieren. Man muss viele Menschen ansprechen, Fragen stellen, Hilfe suchen, Kunden werben, ein Netzwerk aufbauen.

Welche Vorteile sehen Sie in der Selbstständigkeit?

Ich kann alle Dinge, also nicht nur mein Design, sondern z. B. auch den Umgang mit Mitarbeitern, nach meinen persönlichen Ansprüchen und Maßstäben handhaben und umsetzen. Außerdem fordere ich mich vermutlich wesentlich mehr, als ich es in einem „fremden“ Unternehmen tun würde.

Gab es Hürden auf dem Weg in die Selbstständigkeit?

Die gab es auch. Aber man kann die Stolpersteine nutzen, um etwas damit zu bauen. So habe ich zum Beispiel einen Einbruch, bei dem meine halbe Kollektion gestohlen wurde, für eine Pressemeldung genutzt. Die Veröffentlichungen und Berichte haben meinen Schaden etwas minimiert.