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Wir machen Gründer groß

Gülcan Urul

Meisterin mit Durchblick

Gülcan Urul gehört zur Gruppe jener Jungunternehmerinnen mit Zuwanderungsgeschichte, die so gar nicht in das Klischeebild passen will vom türkischen Dönerbudenbesitzer oder Gemüsehändler an der Ecke. Als erste türkische Augenoptikerin absolvierte Gülcan Urul im April 2003 in Nordrhein-Westfalen erfolgreich ihre Meisterprüfung. Ihr war schon damals klar, dass sie später ein eigenes Geschäft eröffnen wollte. Zunächst sammelte Urul Berufserfahrungen in zwei kleineren Brillengeschäfte und einer großen Augenoptikerkette. Als ihr damaliger Chef sich zur Ruhe setzte, wurde der Traum von der eigenen Selbstständigkeit mit der Übernahme des Fachgeschäfts in der Dortmunder Nordstadt war. „In ein multikulturelles Viertel wie der Nordstadt muss man hineinpassen. Ich bin hier groß geworden und kenne den Großteil der Kunden schon seit Jahren. Ein anderer Inhaber hätte es sicher schwerer gehabt, sich an diesem Standort zu behaupten“, sagt die 32-Jährige.

Ihr Erfolgsrezept: verschiedene Nationalitäten und gute Beratung. „In meinem Geschäft kommen Menschen mit unterschiedlicher Herkunft . Hier wird deutsch gesprochen, aber wir können unsere Kunden auch in vielen anderen Sprachen beraten”. Das mehrsprachige Beratungsangebot hat sich längst schon in anderen Nachbarbezirken und Städten herumgesprochen.

Für ihr Geschäftskonzept erhielt Gülcan Urlul 2007 den Gründerpreis der Handwerkskammer und der IHK zu Dortmund. Zudem wurde sie im selben Jahr für ihren Einsatz zur Förderung von Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte mit einem Sonderpreis des interkulturellen Wirtschaftspreises ausgezeichnet.

Nachgefragt bei Gülcan Urul, Inhaberin der Brillenwelt Optik Urul

Gülcan Urul

Wie ist Ihre Gründung entstanden?

Seit meinem dritten Lebensjahr bin ich Brillenträgerin. Und ich habe meine Brille auch immer gerne getragen. Bereits während meiner Schulzeit habe ich nebenbei bei einem Augenoptiker gearbeitet. Nach dem Abitur habe ich mich jedoch für ein Innenarchitekturstudium entschieden. Aber es kam alles ganz anders. Einen Studienplatz habe ich nicht bekommen, dafür aber einen Ausbildungsplatz als Augenoptikerin. Und hier wurde mir schnell klar: Das ist mein Traumberuf. Nach dem Besuch der Meisterschule habe ich schließlich meinen ehemaligen Lehrbetrieb übernommen.

Was waren die größten Hürden auf dem Weg in die Selbstständigkeit?

Eine meiner größten Hürden war das zähe Ringen um die Ablösesumme für das Geschäft. Die anfänglichen Vorstellungen des Besitzers waren utopisch. Doch ich habe das Problem förmlich ausgesessen. Ich habe ihm deutlich gemacht, dass ich auch woanders arbeiten kann. Schließlich wurde er weich und verkaufte zu einem angemessenen Preis. Aber auch die Beantragung von Gründungskrediten war nicht einfach. Hier hat mir aber die Handwerkskammer Dortmund weitergeholfen, die mit mir ein Konzept erarbeitet haben. Damit konnte ich die Banker letztlich überzeugen.

Welche Tipps und Empfehlungen können Sie anderen Gründern geben?

Am Anfang steht die Geschäftsidee. Und die muss noch nicht einmal ausgefallen sein. Viel wichtiger ist ein durchdachtes Konzept. Damit geht man zum STARTERCENTER NRW. Es gibt aber auch Gründer, die sich einen Laden mieten, ihr Gewerbe anmelden und sich erst dann beraten lassen. Bei vielen ist es dann aber leider schon zu spät.