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Eva Risse - Die Meisterin auf dem Dach

Eva Risse

Die Meisterin auf dem Dach

Eva Risse will hoch hinaus – und das beinahe täglich. 2003 übernahm die heute 39-jährige den Dachdeckerbetrieb ihrer Eltern und führte ihn aus den roten Zahlen. Eine Karriere mit Umwegen, für die sie ihren alten Beruf als medizinisch-technische Assistentin aufgab. Ausschlaggebend für die berufliche Veränderung war die Krise des elterlichen Unternehmens. Für Eva Risse war sie der richtige Zeitpunkt, doch noch ihren Traumberuf Dachdeckerin auszuüben.

Von Kindesbeinen an war es ihr Wunsch, wie Vater und Großvater im eigenen Dachdeckerbetrieb zu arbeiten. Doch als sie ihren Berufswunsch äußerte, legten die Eltern ein Veto ein, da sie sich für ihre Tochter einen anderen Beruf vorgestellt hatten. Eva Risse gab nach, wurde stattdessen medizinisch-technische Assistentin und arbeitete rund zehn Jahre lang in diesem Beruf.

Doch dann geriet der elterliche Betrieb in eine wirtschaftliche Krise. Eva Risse musste und wollte handeln. Sie war sich sicher, das Lebenswerk der Eltern retten zu können – und sollte Recht behalten. Nach einer Dachdecker-Ausbildung beim Vater besuchte sie die Meisterschule, schloss zusätzlich noch eine Weiterbildung zur Betriebwirtin im Handwerk ab, alles innerhalb der Rekordzeit von dreieinhalb Jahren. „Die Ausbildung erforderte ein hohes Maß an Disziplin. Aber die angenehme Lernatmosphäre und die neuen Kontakte über alle Gewerke hinweg haben mich immer wieder aufs Neue motiviert“, erklärt Eva Risse.

Das Lebenswerk der Eltern gerettet
Die Eltern vertrauen ihr. 2003 übernahm Eva Risse den Betrieb und firmierte um in „Eva Risse Dachdeckermeisterin“. Gleichzeitig strukturierte sie das Unternehmen neu, verkleinerte die Mannschaft auf zehn Mitarbeiter. „Das ist nach wie vor eine Betriebsgröße, die ich noch gut alleine händeln kann“, erklärt die Jungunternehmerin. Sie hat hohe Anforderungen an die Belegschaft: Neben sehr guter Qualifikation sollen die Mitarbeiter uneingeschränkt freundlich, zuverlässig und pünktlich sein. Um den Handwerksnachwuchs zu fördern, engagierte sie sich von Beginn an besonders im Bereich Ausbildung. Mit Qualitätsarbeit konnte und kann sich das Team erfolgreich am Markt behaupten.

Nachgefragt bei Eva Risse, Dachdeckermeisterin, Warstein:

Wie und von wem sind Sie bei der Gründung unterstützt worden?

Ich bin bei meiner Gründung (Firmenübernahme) nicht unterstützt worden. Allerdings lag das allein an mir, da die Übernahme recht kurz entschlossen und etwas überstürzt zu Stande kam.

Welche Tipps und Empfehlungen können Sie anderen Gründern geben?

Nichts überstürzen, auf jeden Fall die Hilfen der STARTERCENTER NRW in Anspruch nehmen, da viele Probleme schon im Voraus gelöst werden können. Das Gespräch mit der Bank suchen – auch hier können durch effektive Beratung Fehler im Vorfeld vermieden werden.

Was waren die größten Hürden auf dem Weg in die Selbstständigkeit?

Die größte Hürde habe ich mir selbst zuzuschreiben: meine Uninformiertheit. Das heißt nicht, dass ich es heute nicht wieder machen würde. Ich würde allerdings mit mehr Bedacht an die Sache gehen und mich bei den Einrichtungen, die Gründer auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützen, besser informieren.