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innovative mobile solutions GmbH, Dimitri Völk und Dennis Jung

Dimitri Völk und Dennis Jung

Erfolgreich mit mobilen Softwarelösungen

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ – Direkt nach dem Abschluss ihres Wirtschaftsinformatikstudiums an der Universität Paderborn wagten Dimitri Völk (29) und Dennis Jung (27) den Schritt in die Selbstständigkeit. Anfang 2009 gründeten die Jungunternehmer in Bielefeld die InnoMoS GmbH. Das Start-up war zu diesem Zeitpunkt eines der wenigen Unternehmen in Deutschland, das sich auf die Entwicklung von iPhone-Anwendungen, sogenannten Apps, konzentrierte. Heute, nicht einmal zwei Jahre nach Gründung, hat sich das inzwischen acht Mitarbeiter starke Unternehmen erfolgreich auf dem Markt etabliert und stellt damit ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Hochschulausgründung dar.

„Zu Anfang hielten viele die mobilen Anwendungen auf dem iPhone für einen kurzfristigen Hype – wir nicht. Wir waren uns von Beginn an sicher, dass man damit auch langfristig Geld verdienen kann – wenn man die Sache richtig angeht“, erklärt Dimitri Völk. Bereits auf der Uni haben die IT-Experten, die im Alter von 12 und 14 Jahren aus Saran in Kasachstan mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen sind, häufig zusammen gearbeitet und dabei die Idee eines eigenen Unternehmens entwickelt. Durch das stark betriebswirtschaftlich orientierte Studium fühlten sich die beiden Gründer den Herausforderungen einer Unternehmensgründung gewachsen. Der Businessplan sah die Entwicklung von individuellen Applikationen zur Unterstützung von Geschäftsprozessen vor. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die multimediale Verwaltung von Daten mit mobilen Endgeräten wie dem iPhone. Die Initialzündung zur Gründung gab schließlich die Freigabe einer kostenlosen Entwicklungsumgebung für die Programmierung von iPhone-Anwendungen durch Apple Mitte 2008. Die sogenannten Apps sind kleine Programme, die Nutzer auf ihr Smartphone laden können. „Das war die Chance für uns, in das App-Geschäft einzusteigen“, berichtet Dennis Jung.

Buchmesse als Testlauf für den Vogelstimmen-Trainer
Der Vogelstimmen-Trainer fungierte als Testlauf für den Erfolg der Geschäftsidee. Mit der App lassen sich die Gesänge heimischer Vögel schnell und einfach mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent bestimmen. Unterstützt wurden Dimitri Völk und Dennis Jung durch den deutschen FriedWald-Pionier Axel Baudach, heute dritter Gesellschafter der InnoMoS GmbH. Er schuf den Kontakt zum Musikverlag Edition Ample, Herausgeber zahlreicher Naturbuchreihen. In Zusammenarbeit mit dem Verlag entwickelten die Gründer ihre eigene Produktreihe „Nature-Lexicon“. Dabei handelt es sich um Apps, mit denen Tiere oder Pflanzen bestimmt werden können. „Die Vorstellung auf der Frankfurter Buchmesse in 2009 war ein voller Erfolg. Wir hatten einen der kleinsten Stände, aber bei uns war immer am meisten los“, erzählt Dennis Jung. Wenige Tage nach der Veröffentlichung schaffte es der Vogelstimmen-Trainer auf Platz 3 des App-Rankings. Apple setzte die App der Bielefelder sogar in einem internationalen TV-Spot ein. Seitdem wird das Nature-Lexicon kontinuierlich um neue Apps erweitert. Aktuell ist der Pilzführer besonders gefragt. Er beschreibt 200 einheimische Pilze und ermöglicht die mobile Bestimmung der jeweiligen Sorte. Darüber hinaus entwickeln die beiden Jungunternehmer neue Anwendungen für die Bestimmung von Baumarten, Heilkräutern, Orchideen und Schmetterlingen. Geplant sind außerdem kinderfreundliche Apps, mit denen schon die Kleinsten Tiere und Pflanzen bestimmen können.

Unternehmensschwerpunkt: Businessapplikationen
Auch die Businessapplikationen der InnoMoS GmbH haben inzwischen den Markt erobert. Immer mehr Unternehmen interessieren sich für maßgeschneiderte, webbasierte Anwendungen unter anderem für die mobile Zeiterfassung, Datenerfassung und -verwaltung sowie Betriebsauswertung. Viel Wachstumspotenzial bietet zudem die neu entwickelte Mobile-Couponing-Plattform „Coupons In Motion“, die die Gründer erst kürzlich in Deutschland auf den Markt gebracht haben. Mit der Nachfrage nach innovativen Applikationen wächst auch das Unternehmen und die Zahl der Mitarbeiter kontinuierlich. Inzwischen beschäftigt InnoMoS acht Software-Experten und beabsichtigt weitere einzustellen. „Wir suchen nach kreativen Köpfen zur Unterstützung des Teams. Denn solange wir noch selber programmieren, können wir uns nicht um die Weiterentwicklung des Unternehmens kümmern“, berichtet Dennis Jung. Fest steht: die Nachfrage nach neuen Apps ist trotz der 300.000 mobilen Anwendungen die der AppStore heute bietet, gigantisch. Dennis Jung und Dimitri Völk haben eindeutig auf das richtige Pferd gesetzt.

Nachgefragt bei Dimitri Völk und Dennis Jung, Geschäftsführer der InnoMoS GmbH in Bielefeld:

Wie ist die Gründung entstanden?

„Wir sind beide sehr Apple-affin und haben bereits auf der Uni kleinere Projekte realisiert. Uns selbstständig zu machen und gemeinsam etwas für Apple zu entwickeln, das war unser Traum. Insbesondere nach der Freigabe der Entwicklungsumgebung durch Apple lag die Entwicklung von Apps nahe. Mit Unterstützung der Technologietransferstelle der Universität Paderborn haben wir die InnoMoS GmbH gegründet und schon kurze Zeit später als ersten „Testballon“ den Vogelstimmen-Trainer auf der Buchmesse präsentiert.“

Welche Tipps und Empfehlungen können Sie anderen Gründern geben?

„Wäre einer von uns alleine in die Selbstständigkeit gestartet, wäre alles viel schwieriger gewesen. Die Arbeit im Team hat bislang maßgeblich dazu beigetragen, Fehlentscheidungen zu vermeiden. Denn wir entscheiden grundsätzlich nicht aus dem Bauch heraus, sondern diskutieren zu dritt die Aspekte jedes Projektes. Diese Entscheidungs-Schleife hat sich gerade in der schnelllebigen IT-Branche als richtig herausgestellt. Darüber hinaus hat es sich als positiv erwiesen, durchaus auch einmal etwas zu riskieren. Gerade zu Anfang ist das Risiko noch überschaubar, man hat noch nicht so viel zu verlieren. Wenn wir zu Beginn nicht sofort reagiert und unsere erste Idee in die Tat umgesetzt hätten, würden wir das heute sehr bereuen. Bei der Verwirklichung einer guten Idee gibt es neben einigen Hochs auch viele Tiefs. Man darf sich einfach nicht entmutigen lassen. Außerdem muss man von vorneherein akzeptieren, dass man Vorleistungen bringen muss, die, bis der Erfolg sich schließlich einstellt, keinen Umsatz einspielen.“

Welches waren die größten Hürden auf dem Weg in die Selbstständigkeit?

„Als Hürde empfunden haben wir die Finanzierung. Weil wir unser Unternehmen auf der Buchmesse präsentieren wollten, haben wir die Gründung recht zügig vorgenommen. Daher konnten wir aufgrund der Formalitäten keinen Existenzgründungskredit nutzen. Den Sprung in die Selbstständigkeit mussten wir schließlich mit eigenen Mitteln finanzieren. Das war eine gewisse Unsicherheit, die wir als Hürde empfunden haben.“