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Wir machen Gründer groß

Conrad Pischel

Bootsmacher baut auf Luft

Es hätte für Conrad Pischel so einfach sein können. Als jüngster Spross einer ebenso bekannten wie erfolgreichen rheinischen Bootsbauer-Dynastie hätte sich der 33-Jährige ins gemachte Bett legen können. Doch wie das Leben so spielt: Es kam alles ganz anders. Der Sohn verzichtete auf die Übernahme des väterlichen Betriebes, um neue, eigene Wege zu gehen. Und diese Wege führten ihn geradewegs auf die Erfolgsspur. „All das konnte ich jedoch nur realisieren, weil meine Frau mit mir an einem Strang zog und mich in allen Lebenslagen unterstützte”, gesteht Pischel.

Mit seinen Spezialschlauchbooten der Marke „R.I.B. Line“ hat er in den letzten Jahren den internationalen Markt mächtig aufgemischt. Mittlerweile sind seine auf handwerklich allerhöchstem Niveau gefertigten Qualitätsprodukte weltweit gefragt. Die Kunden nehmen Wartezeiten von sechs Monaten und mehr in Kauf. Auch der gegenüber konventionellen Booten um ein Drittel höhere Preis wird von den Auftraggebern akzepiert. „Schließlich haben wir einen deutlichen Marktvorteil. Unsere Produkte sind leichter, wendiger, kaum zu kentern und nahezu unkaputtbar“, sagt der Bootsbauer. Deshalb gehören Feuerwehren, DLRG, Zoll und das Militär zum Kundenkreis, aber auch Ölscheichs, für die der Preis keine Rolle spielt.

Mit dem Gummiboot für den Baggersee haben die seewassertauglichen Gefährte von Conrad Pischel keine Ähnlichkeit. Vor allem die finanziell unabhängigen Kunden setzen auf Luxus pur. Und da darf eine elf Meter lange und mit Luft gefüllte Yacht mit ihren vier Schlafplätzen auch schon mal 300.000 Euro und mehr kosten.

Als Standort seines Unternehmens hat der Boot- und Schiffbaumeister bewusst Troisdorf mit der Nähe zum Rhein gewählt. „Zwei Drittel meiner Kundschaft kommt zwar aus dem Ausland, aber dafür arbeitete ich sehr eng mit meinen Zulieferern aus Nordrhein-Westfalen zusammen.“

Nachgefragt bei Conrad Pischel, Geschäftsführer der Conrad Pischel R.I.B. Line, Troisdorf-Spich

Wie ist Ihre Gründung entstanden?

Seit 1860 besteht unsere rheinische Bootsbauer-Dynastie. Im väterlichen Unternehmen durfte ich zwar Schlauchboote bauen, doch bei der Realisierung eigener Ideen hörte es auf. Schließlich scheiterte die Übernahme des Familienbetriebes gänzlich. Es gab sogar Kunden meines Vaters, die mir zur Gründung eines eigenen Betriebe rieten. Und das habe ich dann schließlich umgesetzt.

Was waren die größten Hürden auf dem Weg in die Selbstständigkeit?

Eigentlich waren die Hürden gar nicht so groß. Schließlich ist der Name Pischel hier in der Region eng mit dem Bootsbau verknüpft. Das hat mir so manche Tür geöffnet. Zu Beginn meiner Selbstständigkeit habe ich förmlich von meinem Namen gelebt. Ohne ihn wäre es wahrscheinlich schwieriger geworden.

Welche Tipps und Empfehlungen können Sie anderen Gründern geben?

In meiner Branche kommt es auf eine solide handwerkliche Ausbildung mit Meisterbrief an. Ohne diese Qualifikation geht gar nichts. Des Weiteren ist eine gehörige Portion Ausdauer angesagt. So ein Arbeitstag als selbstständiger Unternehmer kann schnell mal die 14-Stunden-Grenze knacken. Darüber hinaus ist ein gewisser Perfektionismus mit dem Hang zur Pedanterie ganz hilfreich. Natürlich helfen gut ausgebaute Netzwerke in der Planungsphase weiter.